Wer im Hinterland der Costa Blanca den Inbegriff alpi­ner Landschaft sucht, ohne sich auf schwie­ri­gen Wegen zu ver­aus­ga­ben, soll­te ein­mal den Stausee von Guadalest umrun­den. Hier wird ihm ein klas­si­sches Tal mit grü­nen Wiesen, dunk­len Waldflanken und wuch­tig auf­ra­gen­den Felsbastionen vor Augen geführt.  Rund 700 Meter beträgt der Höhenunterschied zwi­schen dem Gebirgskamm der Aixorta und dem idyl­li­schen Talboden, in den sich der fjor­dähn­li­che Stausee male­risch schmiegt.

Und von allen Gipfeln zieht er die Blicke auf sich und lässt den Wanderer mit Begeisterung die Kamera zücken. Vor ca. 50 Jahren bau­te man die­sen Stausee, um die Trinkwasserversorgung der Küstenbevölkerung zu sichern. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich eine attrak­ti­ve Vegetation rund um den See ent­wi­ckelt, die zu jeder Jahreszeit Freude weckt. So auch bei unse­rer von Gerth geführ­ten Wanderung, wo wir das Glück hat­ten, im Tal die blü­hen­den Mandelbäume und dabei gleich­zei­tig die ver­schnei­te Aitana bewun­dern zu kön­nen. Dass die kal­te Jahreszeit in Spanien ein­ge­kehrt ist, merk­ten wir auch an dem böi­gen Wind, der uns zeit­wei­se ganz schön um die Ohren blies. Doch den wär­men­den Sonnenstrahlen gelang es, uns umge­hend wie­der mit dem “spa­ni­schen Winter”  zu ver­söh­nen. Und wie immer fand der schö­ne Wandertag in einem uri­gen Lokal sei­nen gemüt­li­chen Abschluss.

Ingrid Lechner
Wanderleitung

Vorschau 30. Januar:
Doppelwandertag: Gipfel Caball Verd 4D, Südhänge Vall de Pop 2B

23.01.2019 – “Smaragdgrün schim­mert der See”