Die Sicht ist klar, gelb leuch­tet der Ginster auf den Berghängen und in der Ferne glänzt das Meer. Leise dringt das Schlagen der Turmuhr her­auf und ver­mischt sich mit dem Vogelgezwitscher zu einer sanf­ten Melodie. Burgruinen, die das Land vor Angriffen schüt­zen soll­ten, erin­nern an beweg­te mit­tel­al­ter­li­che Zeiten”.

Die Rede ist von der Sierra de Castell de Solana, die sich hin­ter dem 6000 Einwohner zäh­len­den, auf­stre­ben­den Ort Pedreguer erhebt. Dieser Gebirgsstock war einer der Rückzugsorte der eins­ti­gen Eroberer aus dem Morgenland, wovon noch vie­le Überbleibsel in Form von ver­fal­le­nen Häusern, alten Brunnen und Viehtränken erzählen.Höchster Punkt ist das Castillo de Aixa mit 607 m, wobei man die Burgreste heu­te allen­falls noch erah­nen kann. Weitaus bes­ser erhal­ten und noch als Burg erkenn­bar ist das nord­sei­tig auf einem schrof­fen Felsklotz gele­ge­ne Castellet de Ocaive, an des­sen Fuß sich die Kletterer ein Stelldichein geben.

Weitaus lieb­li­cher zeigt sich dage­gen die son­ni­ge und blu­men­rei­che Südseite, die wir heu­te unter der Führung von Gerth auf alten Verbindungswegen durch­streif­ten. Waren die Pfade auch stei­nig und nicht immer ganz ein­fach zu gehen, schaff­te die Gruppe die­se Hürden doch mit Bravour. Und wie­der waren wir uns einig: Berge und Meer…was für eine reiz­vol­le Kombination!

Ingrid Lechner

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Vorschau: 23.Mai – Rundwanderung durch die Sierra Segaria

16. Mai 2018 – Rundwanderung durch die Sierra Solana