Reichlich Wasser und ein mil­des Klima machen die Gegend um Callosa d’en Sarría zum Garten Eden der Marina Baja. Unzählige Obstplantagen durch­zie­hen die aus­ge­dehn­te Ebene zwi­schen den mäch­ti­gen Gebirgszügen Bernia, Aixorta und Aitana. Das bekann­tes­te Früchtchen ist die Mispel (Níspero), die ursprüng­lich aus China stammt und seit über 200 Jahren hier ange­baut wird. Bis zu 18 Millionen Kilo wer­den hier jähr­lich geern­tet. Einer der hier­für ver­ant­wort­li­chen Wasseradern ist der Rio Guadalest, der nahe dem Bergdorf Confrides ent­springt und auf sei­nem Weg zur Mündung bei Altea den gleich­na­mi­gen Stausee durch­fließt. Dieser wur­de vor mehr als 50 Jahren auf­ge­staut, um die Wasserversorgung der Küstenbevölkerung zwi­schen Altea und Benidorm zu sichern. Aber was für eine wun­der­vol­le Landschaft hat man uns damit geschenkt, denn wie ein zau­ber­haf­ter Gletschersee schmiegt sich das sma­ragd­grü­ne Gewässer in das brei­te Hochtal.

Diesem Flussverlauf folg­ten wir bei unse­rer ers­ten Wanderung nach der Sommerpause. Sanft führ­te der beque­me Weg auf­wärts und schon bald zeig­te sich uns die Burg von Guadalest, die im Jahre 1974 zum kul­tur­his­to­ri­schen Erbe erklärt wur­de und zu den Hauptattraktionen der Costa Blanca zählt. Nach Guadalest kom­men täg­lich hun­der­te, im Hochsommer sogar tau­sen­de Tagesausflügler mit Autobussen und Mietwagen. Das Dorf hat sich zum Vorzeigedorf des Massentourismus an der Costa Blanca ent­wi­ckelt.

Wir aber wan­der­ten durch das grü­ne Tal und genos­sen noch den Frieden, den man im stark besuch­ten Guadalest oft ver­geb­lich sucht. Die Natur zeig­te sich uns in vie­len Facetten und als wir den Uferweg des Stausees erreich­ten, waren wir alle wie­der aufs neue fas­zi­niert von die­ser wun­der­vol­len Gegend. Für unse­re Mittagsrast hat­te sich unser Wanderführer Gerth ein lau­schi­ges Plätzchen am quir­li­gen Fluss aus­ge­sucht, wo sich in aller Ruhe das herr­li­che Ambiente bewun­dern ließ.

In einem net­ten Restaurant lie­ßen wir die­sen schö­nen gemein­sa­men Wandertag noch­mal Revue pas­sie­ren und vol­ler Freude und Enthusiasmus aus­klin­gen.

Ingrid Lechner

zu den Fotos

Vorschau: 19.09. Leichte Wanderung in der Sierra de Bernia zum legen­dä­ren Fort

12.09.2018 – Entlang dem Rio Guadalest zum Stausee