Es gibt Gebiete an der Küste, wo man alles hin­ter sich las­sen kann, Ruhe ver­spürt, Berg- und Meerblick genießt und dabei auch noch tief in die Geschichte ein­tau­chen kann. Gebiete, die mit star­ken Kontrasten auf engem Raum Faszination auf die Besucher aus­üben. So wie im Gebiet zwi­schen Denia und Jávea, wo ein impo­san­tes Kalksteinmassiv aus dem Meer her­aus zu wach­sen scheint. Es ist der 753 m hohe Montgó, den man wegen sei­ner schö­nen Landschaft und sei­ner Tier- und Pflanzenwelt im Jahre 1987 offi­zi­ell zum Naturpark erklär­te. Man bezeich­net ihn auch recht tref­fend als den schla­fen­den Elefanten, da sich sei­ne Landzunge wie ein Rüssel bis zum Meer erstreckt.

Und die­se Landzunge, genannt Kap San Antonio, ist ein herr­li­ches Spazier- und Wandergebiet mit den aller­schöns­ten und spek­ta­ku­lärs­ten Ausblicken der Costa Blanca. Und die­se Ausblicke genoss eine gro­ße Gruppe fröh­li­cher ECD-Wanderer bei unse­rer Eröffnungswanderung 2019. Die Sonne strahl­te vom azur­blau­en Himmel und ver­sprach einen wun­der­vol­len Wandertag. Und so war es auch.

Einen aus­sichts­rei­chen Vesperplatz fan­den wir bei den Windmühlen, wo der Blick über die mit Agaven und Palmitas über­zo­ge­nen Berghänge bis zur Isla Portichol, Ifach, Olta, Bernia und Sierra Aitana reicht. Die ers­te die­ser 11 Windmühlen ent­stand schon im 14. Jahrhundert und wur­de sehr wahr­schein­lich von den Mönchen des Hieronymus-Klosters errich­tet. Diesen idea­len, win­di­gen Platzes erken­nend, bau­te man bis ins 18. Jahrhundert noch wei­te­re 10 Mühlen. Heute sind sie ein sehens­wer­tes Naturdenkmal und für uns Wanderer immer wie­der ein Anziehungspunkt.

Aber auch die wei­te­re Strecke über die grü­ne Hochfläche ist inter­es­sant. Seit dem im Jahre 2014 ein Feuer die Flora hier oben zum größ­ten Teil ver­nich­tet hat­te, spürt man nun wie­der den inten­si­ven Überlebenswillen der Natur. Und freut sich dar­über, dass Büsche, Palmen und Blumen mit aller Kraft zu neu­em Leben aus­trei­ben.

Als wir nach ins­ge­samt 3,5 Stunden Wanderzeit wie­der unse­rem Ausgangspunkt erreich­ten, waren wir uns alle einig, das neue Wanderjahr mit einer beson­ders idyl­li­schen Route eröff­net zu haben. 

Ingrid Lechner

Vorschau: 16. Januar 2019: 
2 Wanderungen zur Auswahl: : Von Pinos zum Cao-Gipfel  3C,  von Pinos zu den Casas de Bernia 2B

09.01.2019 – Rundwanderung am Fuße des Montgó