Eine fan­tas­ti­sche Gegend, ein wun­der­schö­nes Hotel und eine tol­le Wandergruppe!”

Mit die­sem einen Satz hät­te man eigent­lich unse­re vier Wandertage schon auf einen pas­sen­den Nenner gebracht. Aber es wäre wirk­lich scha­de, wenn man nicht mehr dar­über berich­ten wür­de. Unsere Wandertage began­nen wir mit einem infor­ma­ti­ven Besuch im wun­der­schön aus­ge­bau­ten Informationszentrum mit­ten im Herzen der Sierra Espuña. Hier wur­den wir mit­tels eines halb­stün­di­gen Films über die­se “grü­ne Lunge von Murcia” auf­ge­klärt, die vor 100 Jahren neu auf­ge­fors­tet und bei unse­rer anschlie­ßen­den Rundwanderung gebüh­rend bewun­dert wur­de. Eine schwan­ken­de Hängebrücke sorg­te dabei für lus­ti­ge Momente und ein Waldgasthaus im Herzen der Espuña für einen ange­neh­men Beschluss des ers­ten Wandertages.

Um in unser Hotel zu kom­men, muss­ten wir danach den gan­zen Gebirgsstock über­que­ren, was bei den engen und kur­vi­gen Straßen ein wei­te­res Abenteuer dar­stell­te. Und wie groß war das Erstaunen mei­ner Wanderfreunde beim Anblick unse­res Hotels. Vergleichbar mit einem gepfleg­ten Parador liegt es mit einer ange­glie­der­ten Wallfahrtskirche in einer wun­der­schö­nen Landschaft am Rande der Espuña. Auch die lie­be­voll ein­ge­rich­te­ten Zimmer sowie die per­fek­te Verpflegung lie­ßen kei­ne Wünsche offen. Das war gut so, denn nach unse­ren teil­wei­se doch recht anstren­gen­den Wanderungen konn­te man am Abend in gemüt­li­cher Runde die Seele ganz ent­spannt bau­meln las­sen.

Ja, ganz ein­fach waren unse­re Wanderung dies­mal nicht, aber man muss das Gelände so neh­men wie es eben ist und ich glau­be auch zu wis­sen, was ich unse­rer star­ken Wandergruppe zumu­ten kann. So stell­te sich uns beim Besteigen des Morron Chico eine klei­ne Kletterwand in den Weg, die alle mit Bravour, ein wenig gegen­sei­ti­ger Hilfe und letzt­end­lich mit Stolz und Freude meis­ter­ten. Bei die­ser Rundwanderung über die höchs­ten Höhen lie­ßen sich so ganz neben­bei auch noch 10 der 26 in der Espuña befind­li­chen Schneebrunnen und etli­che Rudel von “Mähnenspringern” bewun­dern.

Auf ande­re Art, der Länge und Höhenmeter etwas schwie­ri­ger, prä­sen­tier­te sich uns die Route rund um den Barranco de Ballesteros. Hier genos­sen wir ein­zig­ar­ti­ge Ausblicke und auch der Abstecher zum Geheimtipp “Barranco de Agualejos” war alle Anstrengung wert. Nach unse­rer Abschlusswanderung “Rund um la Santa”, die uns mit einer fan­tas­ti­schen Vegetation und Aussicht über­rasch­te, tra­ten wir nach einer letz­ten gemein­sa­men Einkehr die Heimreise an.

Es waren auch für mich wun­der­schö­ne Wandertage mit einer homo­ge­nen Wandergruppe, wobei ich mich bei mei­nen zuver­läs­si­gen Wanderführern Gerth und Hubert noch ein­mal ganz spe­zi­ell für ihre selbst­lo­se Mithilfe bedan­ken möch­te.  

Ingrid Lechner
Wanderleitung

Vorschau: 3. April: Kirschblütenwanderung im Vall de Gallinera, geführt von Gerth

10. – 13.4. Leichte Frühlingswandertage in der Sierra Espuña

27. – 30.3. 2019 – Frühlingswandertage in der Sierra Espuna