Theaterabend in der Bar  „ISA“

am 29.11.2011

…....so ein Theater !

Gar nicht so einfach über eine Veranstaltung zu schreiben, bei der man selbst als Akteur mit eingebunden war. Um auch in diesem Fall meinem Job als Pressesprecher so gut wie möglich gerecht zu werden, berichte ich heute mal nicht von – vor der Bühne--, sondern aus der Sicht des Beteiligten. Erlauben Sie mir dazu ein wenig auszuholen, was mir bei diesem Thema nicht schwer fällt. 

Sicher ist vielen von Ihnen bekannt, dass der ehemalige Leiter der Aktivgruppe „Theater“ sein Amt im Januar 2011, nach mehreren erfolgreichen Jahren, abgegeben hatte. Die äußerst professionell gestalteten Theaterstücke fanden sogar den Weg nach Denia ins „Auditorio de Centro Social“ mit bis zu 450 Zuschauerplätzen.

Auf Anhieb fand sich leider erst einmal kein Nachfolger, der dieses schwere und arbeitsaufwendige Erbe antreten wollte. So gegen Mitte des Jahres meldete sich aber dann beim Präsidenten Joachim Kuhl ( ¿ oder doch Kühl ???) ein Herr Joseph Lütolf ! Er hatte wohl einen Bericht in der CBN gelesen, in dem wir nach einem adäquaten Leiter für unsere Theatergruppe suchten.
Nach einigen Vorgesprächen mit dem ehemaligen TV-Regisseur Joseph Lütolf, genannt Sepp und den „wieder gerne Aktiven“ der alten Theatergruppe, waren alle davon überzeugt, dass es mit diesem sympathischen „Schweizer Eidgenossen“, einfach klappen muss!! Somit wagte es Sepp Lütolf, in Zusammenarbeit mit unserem Mitglied Werner Frischknecht, die Neugestaltung und machte uns zu seinen :

„--- euro sketchern --- “ 

Etwas skeptisch betrachteten wir „Möchtegernschauspieler“ das auf uns Zukommende, als uns unser Regisseur „Sepp“ seine Konzeptidee und den Spielplan präsentierte. 

In dem Stück: „Das verrückte Hotel“ , plante er, das Publikum im gesamten Saal und sogar das Eingangsportal der Bar Isa mit einzubeziehen. Ja – und wenn man sich dann jetzt, nach einigen Monaten Probe, das Ergebnis auf der Zunge zergehen lässt, kann ich nur auf Ihren Applaus verweisen, den wir Laienschauspieler mit Freude während der gesamten Vorstellung genossen haben. 

Bereits der Empfang durch unser perfekt ausgebildetes Putzpersonal  (Doris &  Eddi)  stimmte einige der eintreffenden Gäste mit Gesichts und Schuhkontrolle schon ein wenig nachdenklich. Als dann noch das Service- und Küchenpersonal (Werner & Doris W. & Manfred) auf der Suche nach einem Eieiei, im voll besetzten Saal (ca. 180 Personen) für wahre Verwirrung sorgte und Erika mit Messer und Gabel ihr Essen verteidigte, als man ihr dieses vorzeitig abräumen wollte, war das Maß voll!

Unser Lampenfieber geschickt verbergend, versuchten wir dann in gewohnter Manier ein prachtvolles Stück „Laientheater“ abzuliefern. So schlüpften dann zwölf aktive Schauspieler in immer wieder neue Rollen für die fortlaufenden Sketche. Nicht zu vergessen unsere fleißigen Helfer hinter der Bühne (Christine & Gerda & Wolfgang), ohne die wir unseren Zuschauern keinen unterhaltsamen Abend hätten bieten können. 

Da gab es den schlecht hörenden Portier (Thomas), der in seiner bekannt bayrischen Mundart die jungvermählten „Kachelmänner“ (Gudrun & Günter) am defekten Lift mit Schlaftabletten versorgte sowie einen Hotelgast (Klaus) dem er keine Briefmarken verkaufen wollte. Der trottelige Dienstmann, (Eddi) dagegen brachte die Zimmer suchenden Schweizer, Herrn Prof. Dr. Dr. hc. Bünzli und seine Gattin, die weltberühmte Solojodlerin (Werner & Paula), zum Spaß der Zuschauer fast zur Verzweiflung.

Wie bekannt aus alten Alfred Hitchcock Filmen, zeigte sich unser Regisseur Sepp nur einmal kurz in einem Pausensketch, um der Aufführung seinen wohlverdienten Stempel aufzudrücken.

Die Rechnung für das Hauptgericht konnten anschließend die Hotelgäste (Gudrun & Klaus) nicht mehr bezahlen, da sie ihr ganzes Geld an die Rosenverkäuferin (Gerti), Bettlerin (Doris), fliegenden Händler mit Frosch (Günter) und den blinden Obergerichtspräsidenten (Manfred) verteilt hatten.

Etwas sehr überrascht reagierte Thomas, als sich sein Kneipenfreund Klaus seine schlafwandelnde und kleptomanisch veranlagte Frau bis zum anderen Morgen auslieh.

Ein besonderer Genuss für uns Darsteller war dann allerdings der letzte Sketch des Abends, der wohlweislich erst bei dieser Aufführung seine Premiere fand. In meiner Person als gelangweilter Partygast stellte ich erwartungsgemäß fest, dass sich die überaus fröhlich gestimmten Gäste sehr verwundert zeigten, als der freundliche Gast Werner, plötzlich und unerwartet von mir bei jedem Versuch mit mir ins Gespräch zu kommen, eine Ohrfeige oder Tritt ans Schienenbein bekam.

Mit irrem Blick, das Sahnehäubchen auf dem Kopf vom „ungebetenen Gast“ richtig positionierend, beantwortete ich dann auch noch die Frage nach einem Psychiater mit einem gewaltigen Schütter roter Grütze aus der Karaffe. 

Dass dann alternativ zur brasilianischen Tanzgruppe ein ohrenbetäubendes Feuerwerk die heiligen Hallen der Bar ISA zum Hexenkessel mutieren ließ, rundete den Sketcheabend im auslaufenden Jubiläumsjahr des ECD erst richtig ab.

Neben dem nicht endenden Applaus des dankbaren Publikums, war es für uns  Akteure der Theatergruppe ein besonderer Lohn, den Mitgliedern und Gästen des Euroclub-Denia wieder einmal einen unterhaltsamen Abend geboten zu haben.

Bevor sich unser Aktivgruppenleiter Werner von seinem „süßen Kopfschmuck“ befreien konnte, freuten wir uns über die netten Dankesworte unseres Präsidenten Joachim Kuhl, der es sich nicht nehmen ließ, den Damen des Ensembles einen schönen Blumenstrauß und uns Männern eine Flasche Wein, im Namen des ECD zu überreichen.

Ich möchte hier an dieser Stelle meine Position als Berichtsschreiber einmal schamlos ausnutzen und im Namen der Theatergruppe „Danke“ sagen an: 

  • Sepp als Regisseur, für „ALLES“ (Einzelheiten würden die Seite sprengen)

  • Werner, so als Mutter der Kompanie und ruhender Pol

  • Salva, der uns bei endlosen Proben ertragen mußte

  • Alle unsere Partner, die uns in der letzten Zeit wenig gesehen haben

  • An das treue Publikum das zufrieden war und tüchtig applaudiert hat

  • An das Publikum das „trotzdem“ geklatscht hat

Klaus Tornsäufer
Pressesprecher /ECD

PS: Ich hatte viel Spaß mit diesem harmonischen Team Theater spielen zu dürfen!!

(Die beigefügten Fotos sprechen ihre eigene Sprache)
 

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