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Themenabend im Euroclub am 22.03.2011
Aktuelles für Ausländer in
Spanien
…..muss
ich das eigentlich alles irgendwie wissen??
Nur 74 Mitglieder und vier Gäste kamen voller
Erwartung zu diesem mit viel „Wissenswertem“
gespickten Clubabend!
Nach der Begrüßung und kurze Info über „Aktuelles“
vom Club, präsentierte unser Präsident Hans-Joachim
Kuhl den Anwesenden die überaus kompetente
Referentin Janette Vehse der Fa. Soluciones.
Nach anfänglichen Problemen mit der Technik stellte
sich heraus, wie souverän und höchst interessant
Frau Vehse den Abend mit den hochbrisanten Themen so
aus dem „Lameng“ gestalten konnte. Auch ohne die
vorgesehene visuelle Unterstützung durch PC und
Beamer, waren wohl alle Anwesenden sichtlich
überrascht, welche Brisanz in diesem doch recht
trockenen Thema steckt.
Erstaunlich war nur, dass eine solch umfangreiche
Thematik, bei mehr als 500 Mitgliedern des Clubs, so
wenig Interesse hervorgerufen hat, zumal sich die
Sachlage in der europäischen Gemeinschaft ständig
verändern kann.
Wer glaubte alles zu wissen, oder gar meinte schon
entsprechend vorgesorgt zu haben, war zum Ende der
Veranstaltung sichtlich erstaunt, wie viel „Neues“
es bereits wieder im aktuellen Jahr zu diesem Thema
gibt, oder sich aber mittelfristig verändert wird.
Denn nicht umsonst lautete das Thema des Abends:
Tendenzen 2011
Neues aus Recht, Steuern, Erbschaft und
Krankenversicherung
Nachfolgend einige Fakten, die ich in etwas
abgewandelter Form aus der Präsentation von Frau
Vehse übernommen habe (für deren vollständige
Richtigkeit ich keine Garantie übernehme):
•
Seit 2010 haben Käufer von Neubauten 8 anstatt
7% MwSt. z. zahlen
• Gebrauchtimmobilien bleiben bei 7% MwSt.
• In 2011 ist keine Erhöhung der
Grunderwerbssteuer zu erwarten
• Die span. Regierung hatte 2008 die
Vermögenssteuer abgeschafft, heute denkt
man wie in anderen europäischen Ländern über eine Wiedereinführung
nach.
• Die staatliche Steuersubvention (bei allen
Hauskäufen von der EK Steuer
absetzbaren 9.015,- €) entfällt ab 2011
• Handwerkerleistungen können Hausbesitzer unter
bestimmten Umständen mit nur
8 statt 18% MwSt. vergüten.
• Die staatlich garantierte Einspeisevergütung
für Stromproduzenten bleibt
erhalten, wobei die Stromkonzerne nur noch eine begrenzte Mengen an
Strom
vergüten müssen.
• Bei jeder Transaktion ist der eingesetzte
Notar verpflichtet, den Status einer
Immobilie mit der Situation im Katasteramt zu vergleichen. Es wird
in Zukunft
verstärkt zu Legalisierungen von Anbauten Pools etc. kommen.
Unregelmäßigkeiten werden dem Katasteramt gemeldet. Auch verlangen
mehr
Käufer die Vorlage der Bewohnbarkeitsbescheinigung.
• Es soll ein neues Abkommen zur Vermeidung der
Doppelbesteuerung
verabschiedet werden. Es droht jedoch eine Doppelbelastung in
beiden Staaten,
da dieses Abkommen keine Regelung zur Erbschaftssteuer trifft.
• Eine neue Form bietet den Zugang zum
öffentlichen spanischen
Gesundheitssystem. Durch einen Betreuungsvertrag können nun auch
Privatpatienten aufgenommen werden. Für Personen unter 65 Jahren
betragen die
Kosten alle drei Monate 270,- € und für Senioren im Trimester 330,-
€
• Zinsen werden nicht mehr im Entstehungsland
mit Quellensteuer belegt.
• Dividenden können neuerdings anstatt mit 10
jetzt mit 15% Qst belegt werden.
• Für Neurentner wurde eine Qst. eingeführt. Ab
2015 können somit 5% und ab
2030 10% vom auszahlenden Staat einbehalten werden.
• Deutschland und Spanien haben einen
umfassenden Informationsaustausch
vereinbart.
Die über diese Präsentation hinaus angesprochenen
Probleme, wie z. B. die Frage nach der "Residencia"
und was das deutsche und spanische Erbrecht angeht,
führten zu regen Diskussionen.
Obwohl viele aus dem Gremium gestellte Fragen von
Frau Vehse beantwortet werden konnten, blieben
etliche naturgemäß aus Zeitgründen auf der Strecke.
Viele der noch offenen Fragen sind sicherlich auch
nur in einem persönlichen, individuellen Gespräch
mit dem Berater/in seines Vertrauens zu klären, bzw.
zu beantworten. Nur so lassen sich dann die
entsprechenden Maßnahmen einleiten, um mit dem
beruhigende Gefühl zu leben, alles richtig gemacht
zu haben.
Ob es es dann auch so richtig war, wird man immer
erst hinterher oder aber auch nie erfahren!!
Dank noch einmal an die Referentin Frau Janette
Vehse, die uns allen einen informativen Abend
beschert hatte, der mit kräftigem Applaus belohnt
wurde.
Klaus Tornsäufer
ECD / Pressesprecher

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