Fundem
und der mediterrane Garten
 

Die spanische Stiftung zur Erhaltung der mediterranen Flora und Fauna präsentierte sich am Dienstagabend, 26. Januar 2010, mit einem Überblick über ihre Arbeit im Euro Club Denia .

Er hoffe mit seinen Ausführungen den Mitgliedern des Euro Club einen Denkanstoss für die Gestaltung eines natürlichen, aus einheimischen Pflanzen bestehenden, Gartens mit auf den Weg geben zu können, sagte Jan van Eijlen, Biologe und Geschäftsführer für den Bereich Gärten bei Fundem. Zusammen mit seinem Partner Felix Gschwend lieferte er den Mitgliedern des Euro Club nicht nur Informationen zur Arbeit der spanischen Stiftung, die sich dem Erhalt und der Pflege der einheimischen mediterranen Flora und Fauna verschrieben hat, sondern brachte auch durch erstaunliche Tatsachen das Publikum zum Staunen und Nachdenken. Wer wusste schon vorher, dass die für die Region so typischen Pflanzen wie fast alle Palmenarten oder die Opunzie gar keine einheimischen Pflanzen sind, sondern vor zum Teil vielen hunderten von Jahren von Seefahrern aus Afrika oder Mexiko eingeführt wurden. Manche der eingeführten Pflanzen vermehren sich so schnell, dass sie den echten einheimischen Pflanzen den Lebensraum nehmen und diese verdrängen. So ist ein Anliegen von Fundem, die Gewichtung bei der Anlage von Gärten und Naturreservaten auf die autoctonischen Pflanzen, also diejenigen die sich in diesem Ökosystem entwickelt haben, zu legen. Dies geschieht zum Beispiel im Bio-Reservat "El Mas del Peraire" in Castellon und im Garten "L´Albarda"  in der Nähe von Pedreguer, die in einem kurzen Film vorgestellt wurden. Vorteile der einheimischen Pflanzen sind zum Beispiel ihre Genügsamkeit in Bezug auf Wasser, da sie – im Gegensatz zu eingeführten Pflanzenarten – an die speziellen Umweltbedingungen angepasst sind und daher auch sehr pflegeleicht sind.

Eine Liste der einheimischen Pflanzen und weitere Informationen werden demnächst – in Zusammenarbeit mit Fundem – auf der Homepage des Euroclub zur Verfügung stehen. Eine wichtige Frage die aus dem Kreis der Zuhörer aufkam, war die nach dem Palmrüssler, jenem Schädling der zur Zeit besonders in Els Poblets für Sorge unter den Haus- und Gartenbesitzern sorgt. Leider konnte auch Jan van Eijlen keine hundertprozentige Lösung nennen, denn der Schädling lässt sich nur schwer bekämpfen. Ein paar Tipps hatte er aber trotzdem für die Zuhörer. Dazu gehört zum Beispiel, die Palmen nur in der kalten Jahreszeit, also im Winter zu schälen, da in der Wärme beim Schälen ein Geruch entsteht, der den Käfer anzieht. Weitere Informationen zu diesem Thema wird es demnächst ebenfalls auf der Homepage des Euroclub geben.

Gabriele Rohner - Pressesprecherin
 


Von links nach rechts:
Felix Gschwend, Jan van Eijlen (Fundem), Joachim Kuhl (ECD)