Ein großes Plädoyer für die Liebe

 

Nachdem das Essen zu Ende war, das der Wirt der Bar Isa extra für diesen Abend angeboten hatte, warteten die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste gespannt auf den Beginn der Theateraufführung.

Mit Elan erschienen dann die Eheleute "Eva-Maria Admiral" und "Eric Wehrlin" auf der Bühne, die kunstvoll mit Utensilien einiger Mitglieder hergerichtet war. Eva-Maria Admiral, ausgebildet am Max-Reinhardt-Seminar, war u. a. Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, Eric Wehrlin ist ein Multitalent, mit u. a. Musikstudium, vielfältiger Fachausbildung sowie Schauspielschule.

Bei dem Stück "Adam und Eva privat" handelte es sich um ein herrlich und doch hintergründiges Theaterstück aus der Feder von Mark Twain Mit Details über Mann und Frau erreichte es alle, denen Allzumenschliches nicht fremd ist und die dennoch das Paradies erleben möchten.

In eben diesem  Paradies fühlt sich Adam durch die geschwätzige Gefährtin in seiner Ruhe gestört, verständnislos steht er vor ihrer innigen Zuneigung zu jeglichem Geschöpf, wie nutzlos es auch sein mag.

Eva dagegen fühlt sich von seiner nüchternen Sachlichkeit und seinem mangelnden Einfühlungsvermögen vor den Kopf gestoßen und merkt erst mit der Zeit, dass sie ihn trotz all seiner Mängel liebt.

Mit pointenreichem Humor und ausgesprochen liebevoll werden die Anfänge eines abenteuerlichen Lebens zu zweit geschildert, wobei allerhand Klischees und Vorurteile aufgefahren wurden, die es zu überwinden gilt.

Aber dennoch wurde die Aufforderung "Seid fruchtbar und vermehret euch" erfüllt und Kain kam zur Welt, später Abel, so erfüllte sich das Leben. Fazit der Geschichte war, dass sie sich lieben, keiner weiß warum, aber es bedarf auch keiner Erklärung.

Mit hervorragenden schauspielerischen Auftritten brachten die beiden Künstler die Zuschauer zum Nachdenken und jedes Ehepaar erkannte sich in vielen Dialogen wieder.

So gab es natürlich tosenden Applaus und wir hoffen, dass wir dieses Schauspielerehepaar im nächsten Jahr wieder engagieren können.

Gudrun Rupp

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