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Grosses
Theater auf großer Bühne -
am 03.05.2010 im Centro Social in Denia
Getreu dem Motto: „man
wächst mit seinen Aufgaben“, setzte die
Theatergruppe mit der
Aufführung des Westernspiels „Winnetou und Old
Zitterhand gegen das Feuerross“ am 03. Mai im
Auditorium des Centro Social in Denia einen
beeindruckenden Akzent. Im Rahmen des
Europatages hatte Stadtrat Horst Glöde, Leiter der
Abteilung für internationale Zusammenarbeit des
Rathauses Denia, bei der Theatergruppe des Euro Club
angefragt, ob wir das Westernspiel noch einmal
aufführen könnten.
Die
Forderung nach der Bahnstrecke Gandia – Denia ist
nach wie vor ein vielbeachtetes Thema und so passte
die Präsentation dieses Theaterstücks in deutscher
Sprache natürlich perfekt. Allerdings war die
Vorbereitungszeit recht knapp bemessen und bedingt
durch die ständige Belegung des Auditoriums stand
uns nur ein Tag zum Proben auf der großen Bühne zur
Verfügung. Beim ersten Besichtigungstermin wurde es
einigen dann doch etwas mulmig, denn – verglichen
mit der Bühne in Els Poblets, wo wir das Stück im
letzten November aufgeführt hatten, besitzt das
Theater mit immerhin über 400 Plätzen und einer im
Vergleich riesigen Bühne natürlich ganz andere
Dimensionen.
Dass
man dies aber durchaus als Chance begreifen kann,
zeigte dann Wolfgang Hendsch mit einer Erweiterung
der Kulissen, die bei den Akteuren nicht nur für
Staunen sondern auch für Begeisterung sorgte. Und
auch die Zuschauer quittierten das Bühnenbild mit
einem Sonderapplaus. So bekam der Saloon ISA eine
standesgemäße Pendeltür, der Sheriff konnte auf
einem Stuhl vor seinem neu geschaffenen Gefängnis
dösen und auch die „Casa Rocky Docky“ bekam einen
Anbau. Die Prärie belebten jetzt etliche Kakteen und
als Krönung stand dort ein mehr als 2 Meter hoher,
ausladender, verdorrter Baum, den Wolfgang Hendsch
und Klaus Tornsäufer in einer waghalsigen Aktion der
Natur entrissen hatten. Das ganze musste dann am Tag
der Aufführung morgens aufgebaut werden.
Also
ging es um 10:00 Uhr los und natürlich hatten wir
mit dem Wetter Pech, es regnete. So mussten wir
etwas warten, bis wir den Anhänger mit dem alten
Haus entladen konnten. Zwischenzeitlich wurden die
restlichen 4 Autos entladen und wir konnten den
Putzfrauen, die soeben mit dem Reinigen des Theaters
fertig geworden waren, mit unseren nassen Schuhen
eine extra Runde Bodenwischen bescheren. Nach dem
Aufbau der Kulissen mussten dann noch Licht und Ton
eingerichtet werden, so dass wir dann doch später
als gedacht mit der Generalprobe beginnen konnten.
Inzwischen hatte es weiter geregnet und wir
befürchteten schon das Schlimmste, als gegen 19:00
Uhr nur ein verlorenes Häuflein von Zuschauern im
Foyer stand. Nach dem Umziehen erreichte uns dann
hinter der Bühne aber doch die erlösende Nachricht,
dass mittlerweile über 100 Zuschauer im Saal waren
und es ständig mehr würden. Schließlich war der Rang
unten zu fast dreivierteln gefüllt und nach einer
kurzen Ansprache von Stadtrat Horst Glöde konnte es
dann losgehen.
Als
dann zum Schluss der Vorhang fiel waren alle
Darsteller erschöpft aber glücklich. Das Publikum
zeigte sich begeistert und wollte die Akteure erst
nach etlichen Vorhängen von der Bühne lassen. Zum
Schluss gab es noch eine Überraschung für unsere
Indianerin Gerti Machmerth, die an diesem Tag
Geburtstag hatte. Die Theatergruppe überreichte ihr
einen Blumenstrauß und das ganze Theater sang für
sie „Cumpleaños feliz“. Nach der Vorstellung saßen
wir noch lange in einer Bar in der Nähe zusammen und
es wurde viel gelacht und auch gesungen, obwohl wir
am nächsten morgen um 08:00 Uhr wieder im Theater
zum Abbauen sein
mussten.
Gerhardt Rohner
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Bilder: Christine Tornsäufer, Gabriele
Rohner: Zum Vergrößern auf die Bilder
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