|
Tagesfahrt nach Valencia am 09. Februar 2010
Pünktlich um 9 Uhr starteten die Mitglieder des ECD und einige
Gäste die Reise in Richtung Valencia. Der Wettergott meinte es
gut mit uns: je mehr wir uns unserem Ziel näherten, desto wärmer
schien die Sonne.
Um 11 Uhr wollte uns der Guia vor der Casa de Caramelos abholen.
Wir waren etwas zu früh. Während wir in der Bar nebenan einen
Kaffee tranken hielt Jürgen Ausschau nach dem Guia. Woran
erkennt man eigentlich einen Guia? An der Mappe unter dem Arm
oder an der roten Jacke? Ist es überhaupt ein Mann
oder vielleicht die an der Ecke wartende Frau? Im Zeitalter von
Mobiltelefonen sollte das Problem zu lösen sein. Eine kurze
Rückfrage und die Antwort lautete: „Der Guia ist unterwegs, es
ist eine Frau“. Und nun? Waltraud fragt einfach die Wartende:
negativ. Sie fragt eine weitere Wartende, mit der schon viele
Mitreisende Blickkontakt hatten: na endlich, sie ist es:
Claudia. Claudia wartete auf einen Bus, der allerdings
zwischenzeitlich aus verkehrstechnischen Gründen, nicht mehr zu
sehen war.
Endlich hatten wir uns gefunden und somit stand der
Stadtbesichtigung nichts mehr im Wege. Wir starteten an den
Torres de Serranos. Auf Nachfrage wurde sogleich erläutert, dass
diese Türme mit dem span. Schinken nichts gemein haben. Durch
dieses Tor kamen früher die Bewohner der Sierra (allerdings nur
wenige hundert Meter hoch, aber höher als die Ebene von
Valencia) in die Stadt, die Serranos.
Weiter ging es durch die kleinen verwinkelten Altstadtgassen und
an fast jeder Ecke: Informationen. Z. B. begegneten uns viele
Schulklassen, denen die Geschichte Valencias durch
mittelalterlich verkleidete Führer spielerisch vermittelt wurde.
Oder der Dachgarten des valencianischen Architekten Santiago
Calatrava, welcher gerade von einigen Gärtnern mittels einer
sehr langen Leiter von der Strasse aus beschnitten wurde. Barrió
del Carmen, Iglesia de los Santos Juanes, Lonja de Seda, Mercado
Central, Plaza Redonda, Kathedrale und Basilika, nur einige
Sehenswürdigkeiten, die wir bis 14 Uhr gesehen und deren
Geschichte uns ausführlich dargestellt wurde.
Danach stiegen wir in den Bus, um die entfernteren
Sehenswürdigkeiten anzuschauen:
Entlang der Gärten im alten Bett des Rio Turia ging es Richtung
Hafen, wo zurzeit der 33. Americas Cup ausgetragen wird. Leider
konnten wir von den beiden teilnehmenden Yachten nur den
gigantischen Mast der Alinghi sehen. Parallel zur Formel
1-Strecke fuhren wir weiter zur Stadt der Wissenschaft und
Künste (Ciudad de las Artes y las Ciencias). Hier staunten wir
über die futuristischen Objekte Calatravas.
Weiter ging es wieder Richtung Innenstadt, vorbei an feudalen
Geschäften und Gebäuden mit Wohnungen ab 200 m² aufwärts. Nach
rund 4,5 Stunden (in Worten vierundeinhalb) hielten wir vor dem
Museo Ceramica an.
Ich hatte den Eindruck, alle hätten noch stundenlang zuhören
können, wie Claudia uns ihre Stadt mit viel Wissen und noch mehr
Herz nähergebracht hat. Wir waren mehr als beeindruckt.
Sicherlich hatte das auch mit der sehr wissbegierigen und
disziplinierten tollen Gruppe zu tun.
Nach kurzer Shopping-Zeit fuhr uns Vicente zurück Richtung Denia.
Der Regenhimmel über Denia signalisierte uns: wir hatten alles
richtig gemacht und waren unterwegs mit Sonnenschein belohnt
worden. Es hat sich mehr als gelohnt: Valencia ist eine Reise
wert.
Vielen Dank an alle Beteiligten.
EuroClub Denia
Waltraud Gisselmann-Lappe
Reiseorganisation
Zum Vergrößern auf die
Bilder klicken
|